Wehrrückbau in Oberdresselndorf erfolgreich abgeschlossen 

 

Es geht Schlag auf Schlag: Schon das dritte unpassierbare Querbauwerk im Wetterbach zwischen Nieder- und Oberdresselndorf ist weg. In dem Zusammenwirken von Fischereigenossenschaft Burbach als Maßnahmenträgerin und dem Verein zur Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen Burbach als Planungs- und Bauverantwortlicher wurde in den letzten Tagen der Wasserrahmenrichtlinien-kompatible Rückbau des unmittelbar oberhalb der Ortslage von Oberdresselndorf gelegenen Stauwehres der ehemaligen „Krombach’s Mühle abgeschlossen. Das alte Wehr diente früher zur Wasserableitung für die „Mühle Krombach“ in Oberdresselndorf. Den Kern der Baumaßnahme, dessen Planung von Ulrich Krumm vom Umweltschutzverein wieder auf ehrenamtlicher Basis  konzipiert wurde, bildet die Schleifung des 1,2 m hohen und ca. 1:2 geneigten Absturzes und die Schaffung einer 35 m langen aus großen Basaltblöcken strukturierte „Wetterbach-typische Wildbachstrecke“. Damit können Forellen, Koppen und Elritzen wieder ein Stück weiter aufwärts schwimmen um dort gute Laich- und Nahrungsbedingungen zu finden. Der Rückbau gehört zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie in Burbach. Eine ihrer wichtigsten Anforderungen ist die Herstellung eines guten ökologischen Zustandes der Oberflächengewässer. Besondere Bedeutung hat dabei die Sicherstellung der „linearen Durchgängigkeit“ der Fließgewässer. Diese ist gegeben, wenn sich alle Wasserlebewesen, Fische und Kleinstlebewesen, jederzeit barrierefrei bachauf- und abwärts bewegen können. Für die nächsten Projekte in 2018 haben die Projektverantwortlichen um Arno Dielmann von der Fischereigenossenschaft und Ulrich Krumm bereits die Weichen gestellt. Für den Rückbau des alten Stauwehres der „Kraft’s Mühle" ist die Planung bereits abgeschossen. Und für das große Wetterbach Querbauwerk, das unmittelbar unterhalb der Einmündung des Weierbaches liegt und früher Bestandteil des Wasserrechtes der ehemaligen Farbmühle Reichel war, ist die Planung in Gang gesetzt worden. Das Land NRW fördert die Maßnahmen mit 80 % aus Mitteln des Landesprogrammes „Lebendige Gewässer“. 

 

Bildbau 1

Baudurchführung: Einbau der großen Basaltblocksteine